moment in time
Augenblicke bei Elisamara



S P I R I T U A L I T Ä T     ~     M E I N    W E G

Ich vermisste in spirituellen Büchern und in Kontakten mit Menschen oft Aussagen über die schwierigen und schmerzhaften Erfahrungen.
Es schien alles so einfach zu sein.
Das ist es im Wesentlichen zwar auch, dennoch glaube ich nicht, dass Transformation ohne innere Kämpfe abläuft. Es gibt im Spirituellen Bereich die Tendenz nur positiv zu sein, was meiner Erfahrung nach, jedoch viele Menschen entmutigt, wenn sie sich nicht als so positiv erleben, oder anders herum, durch Abspaltung gerade dazu führt, besonders lieblos und verurteilend gegenüber anderen Menschen zu sein.
Die Angst spirituell als nicht weit entwickelt zu wirken, führt meiner Einschätzung nach des Weiteren dazu, die innere Dunkelheit zu verbergen, nicht zu benennen, und abzuspalten, besonders auch in spirituellen Kreisen.
Ich möchte daher etwas ausführlicher meinen Weg beschreiben und in Ehrlichkeit und Offenheit, die schwierigen Aspekte benennen. Nicht jeder Mensch erlebt das gleiche Ausmaß an inneren Kämpfen, aber ich habe immer wieder erlebt, dass die Egopersönlichkeit mit allen Mitteln versucht, die Transformation zu verhindern. Auf tiefen Ebenene fühlt sie sich durch die Energiemengen bedroht und reagiert darauf häufig mit diffuser, innerer Angst und Abwehr. Denn ein Teil der Egopersönlichkeit stirbt tatsächlich, wenn sie sich dem Licht und der Liebe öffnet. Was stirbt ist immer überflüssig, doch es wird dennoch als Verlust betrachtet, während des Prozesses.

Ich hatte seit meiner Kindheit einen Gott der Liebe in mir, was sich oft natürlich nur schwer mit der katholisch, religiösen Erziehung in Übereinstimmung bringen ließ. Buße, Reue und Leiden bis zur Erlösung nach dem Tode, spielten im katholischen Glauben eine große Rolle.

Im Kontakt mit Menschen, erlebte ich immer wieder die Diskrepanz zwischen Vertretung der religiösen Dogmen nach außen und fehlender Nächstenliebe, was mich damals noch zu harten inneren Urteilen veranlaßte. Mein innerer individueller Gott war so intensiv und real, dass er mich trotz meiner Angst in Hölle und Fegefeuer leiden zu müssen, ermutigte und veranlaßte nach Erklärungen zu suchen. So setzte ich mich mit den Weltreligionen auseinander und fand in allen Religionen, neben den Regeln und Dogmen, den liebenden Gott.

Dieses unerschütterliche Leitbild der Liebe ließ mich auch persönliche Krisen, wie z.B. den Selbstmord meiner besten Freundin und die Tatsache, dass sie ihre beiden Kinder mitnahm in den Tod, überstehen.
Damals kam es in mir jedoch zu einem Bruch mit der Kirche, da diese Tat von der Kirche hart verurteilt wurde. Ich liebte meine Freundin aber trotz des fast unerträglichen Schmerzes, den sie in mir auslöste.
Im Laufe der Jahre wurde ich durch meine Arbeit immer wieder mit Sterben, Tod und Suizid (Selbsttötung) intensiv konfrontiert.
Besonders verbunden fühlte ich mich in den Jahren mit der inzwischen verstorbenen Sterbeforscherin Elisabeth Kübler Ross, die eine meiner Leitbilder war.


Mein Gottesbild blieb unbewußt eher unverändert, bis zu dem Augenblick des ersten Erwachens, als mir im 24. Lebensjahr das Buch von Thorwald Detlefsen " Schicksal als Chance " in die Hände fiel. Es erschütterte und berührte mich bis in die Tiefe.
Dort stand alles das "was ich schon immer gewußt hatte".
Ich denke das Buch ist auch heute noch empfehlenswert.
» hier ist " Schicksal als Chance " bucherhältlich.
Ich lief drei Tage lang schwebend und wie in Trance herum, in tiefsten Schichten aufgewühlt, bis ich mich wieder geerdet hatte und in der Realität zurechtfand.

In den kommenden Jahren fand in meinem Inneren ein kontinuierlicher Prozeß statt, das Wissen von Reinkarnation, Selbstverantwortung und Karma (Gesetz von Ursache und Wirkung) in mein Leben zu integrieren. Das Leben wurde dadurch nicht unbedingt leichter, da ab dem Augenblick die Selbstverantwortung wesentlich größer wurde. Es war schwerer als früher, im Gebet dem liebenden Gott die Verantwortung zu übergeben. Trotzdem fühlte ich in meinem ganzen Sein, dass die Reinkarnation die Antwort auf alle nicht beantworteten Fragen in mir war. Sie war vereinbar mit Liebe, Freiheit, Akzeptanz des freien Willens, Verantwortung und Gerechtigkeit. Ich bewegte mich bis 1987 in den Grenzen dieser Lehre, integrierte sie in meine Arbeit, beschäftigte mich intensiver mit Karma und speziell mit Karmaastrologie.
Ich bin ein wachstumsorientierter Mensch mit dem starken Drang zur Weiterentwicklung. Daher war es mir immer nur begrenzt möglich zu verdrängen. Ich wunderte mich viele Jahre darüber, das es anderen Menschen nicht ebenso ging und die meisten Menchen diesen evolutionären Drang nicht verspüren.
1987 entwickelte sich in meinem Gefühl eine unbeschreibliche Sehnsucht nach dem Göttlichen. Ich konnte mir nicht erklären was geschah. Da war der unbezähmbare Wunsch nach Hause zu gehen (was immer das hieß). Mir war klar,in der Analyse und im Kopf an meine Grenzen gestoßen zu sein. Die Integration des Wissens hatte überwiegend im Intellekt stattgefunden und die Grenzen waren erreicht. Ich erkannte klar, dass es an der Zeit war, in mein Inneres zu gehen, da es mir auch in meiner Arbeit immer unmöglicher wurde, Diagnosen und Bewertungen über andere Menschen zu erstellen. Jede Bewertung und Diagnose erfaßte nur einen Pol der Dualität und wurde dem Menschen niemals gerecht.

Im Nachhinein erfuhr ich, dass 1987 die Harmonische Konvergenz stattfand und sich die Dimensionen verändert hatten. Das die Erde damit aus ihrer Abgrenzung und Dichte herausgetreten war und die göttlichen Energien vermehrt einflossen.

Obwohl ich im Nachhinein denke, das mein Weg schwerer war, nicht zu wissen was geschah und ich ihn alleine ging, so war es für mich doch sinnvoll. Wissen aus zweiter und dritter Hand, birgt meiner Überzeugung nach immer die Gefahr, von Abhängigkeit und Illusion. Ich hätte diesem Wissen nie vollständig getraut, hätte ich nicht meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse gehabt - ohne zu wissen. Meine Bitte um Unterstützung wurde erhört, durch Kontakt zu einem Reikizentrum in meiner Umgebung. Ich ließ mich in den I. Reikigrad einweihen und dann begann mein langer Weg durch die Schatten meiner Seele. Instinktiv wußte ich, dass es wichtig sein würde zur Erlösung, die Dunkelheit zu integrieren und sie durch Liebe zu erlösen. Durch die Erhöhung der Energie und des Lichtes, wurde meine Egopersönlichkeit aufs intensivste mit den dunklen Aspekten konfrontiert. Plötzlich drangen alle dunklen, verdrängten Anteile an die Oberfläche - ich erlebte über Monate eine Konfrontation mit meinem Leben und dunklen Aspekten, die ich bis dahin nicht sehen konnte.

Der Schmutz war immer schon da, aber es ist vergleichbar damit, wenn die Sonne ein Zimmer erhellt und plötzlich aller Staub zu sehen ist,der zuvor nicht sichtbar war.

Es bereitete große emotionale Schmerzen und schien mir vergleichbar mit den, in Todeserfahrungen beschriebenen Rückschauerlebnissen, ohne dabei das Ausmaß der bedingungslosen Liebe erfahren zu können, denn ich bewertete. Ich erlebte über Monate hinweg Todesangst. Da es keine Erklärung im realen Leben und meinen analytischen Rückerinnerungen gab, für diese ausgeprägte Todesangst, nahm ich einige Reinkarnationseinzelsitzungen wahr und erlebte einige prägnante frühere Leben. Nach etwa 1/2 Jahr massivster innerer Qual, erlebte ich einen Durchbruch in einer intensiven spirituellen Erfahrung. Bis dahin konnte ich nicht verstehen, warum in meiner Persönlichkeit so viel Angst durch das Licht ausgelöst wurde, obwohl ich mich so danach sehnte. Ich hatte das Gefühl in einem gigantischen Todesprozeß zu stecken. Mit dem Durchbruch kam die Erkenntnis, dass die Persönlichkeit diese Todesangst verspürte, weil sie in der Vergangenheit früherer Leben, bei der Konfrontation mit dieser Energiemenge, jeweils gestorben war. Durch die Aufhebung der Dichte der Erde, war es diese Mal anders und das galt es für die Egopersönlichkeit zu begreifen. Es ging dieses Mal nicht darum, diese Ebene durch den Tod zu verlassen, sondern sich so weit zu klären, dass diese Lichtmengen durch die Persönlichkeit in die Welt integriert werden konnten. Bisher hatte ich es als Blasphemie erlebt zu sagen" Ich bin Gott ". Den Durchbruch erlangte ich ebenfalls, als ich es im Gefühl integrieren konnte. " Ich bin Gott ".
Es löste im Gegensatz zu meiner Angst, keine Erhöhung und Arroganz aus, sondern eine tiefe Demut, Dankbarkeit und Liebe mich als Teil des Göttlichen zu erfahren. Seither läuft der Prozeß weiter, immer neue Teile meines Menschseins zu erfahren und liebend zu integrieren. Es ist mir nie schwer gefallen andere Menschen zu lieben, zu tolerieren und zu akzeptieren in ihren menschlichen Schwächen. Mich selbst jedoch allumfassend zu lieben, ist immer noch die größte Herausforderung, der ich begegnet bin. Es liegen Welten zwischen meinen damaligen Überzeugungen und meinem heutigen Erleben, die sich kaum in Worte fassen lassen. Viele frühere Begrenzungen, Urteile und Glaubenssätze haben sich aufgelöst, parallel dazu erlebe ich die Welt realer und intensiver als früher.

Inzwischen habe ich Reiki für mich mit meiner Ausbildung zur Reikimeisterlehrerin zum Abschluss gebracht im vergangenen Jahr.

Ich habe mich wieder der äußeren Welt und dem Leben zugewand und arbeite inzwischen wieder Vollzeit im sozialen Bereich. Jeder steht an dem Platz den er gewählt hat und an dem er lichtvoll arbeiten und leben kann. Und alles hat seine Zeit ..... :-)



© copyright by elisamara - alle Rechte vorbehalten
         All rights reserved ~ Reproduction of any images in any form prohibited !     nach oben
< www.elisamara.de