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Augenblicke bei Elisamara



S P I R I T U A L I T Ä T     ~
P O L A R I T Ä T     &     D U A L I T Ä T

Ich sehne mich nach dem Tag, an dem ich mich für keinen Pol mehr entscheiden muß. Aber keinen Pol einnehmen zu wollen ist auf dieser Ebene passiv, bewirkt Stille und Handlungsunfähigkeit. Aber hätte ich gewählt, das zu leben, hätte ich mich nicht in dieser Gesellschaft inkarniert. Ich würde in einem tibetanischen Kloster, oder in der Einsamkeit der Natur leben. Einmal erlebt zu haben, wie sich die Polarität auflöst und jeder Pol seine Gleichwertigkeit hat bzw. die Dualität verschmilzt zur Einheit, bewirkt jedoch im Inneren diese Polarität aufzulösen und jeden Pol der Dualität als gleichwertig zu betrachten. Ich arbeite seit vielen Jahren daran, meinen Emotionalkörper zu klären und Egomuster zu erlösen.
Dabei habe ich gelernt, meinem Ego gegenüber, geduldig und liebevoll zu sein. Wir versuchen immer wieder, einen Pol der Dualität auszuschalten. Alles was wir als dunkel, negativ und schlecht betrachten, alles was wir nicht haben wollen, soll verschwinden. Dazu zählt auch oft das Ego und bestimmte Egoeigenschaften. Meiner Erfahrung nach, funktioniert das nicht und führt nur einen Pol in die Verdrängung und Verleugnung. Dadurch kommt es zu einer Spaltung in der Person und oft übernehmen verdrängte Eigenschaften ihr Eigenleben, oder werden auf andere Menschen projiziert.

Jede Ablehnung und jeder Zwang erzeugen einen Widerstand.

Dunkelheit läßt sich nur durch Licht und Liebe erlösen.
D.h.jeden Tag aufs neue unseren Schatten zulassen, ansehen, annehmen und loslassen. " Ich will nicht zornig sein ", " Du sollst nicht zornig sein " funktioniert nicht. Entweder, wird der Zorn dann verdrängt und führt sein Eigenleben, oder er wird um so heftiger. Hilfreicher ist es, dem Höheren Selbst, unserem Lichtselbst, die Führung zu übergeben.
Dieses kann dann liebevoll mit dem Ego umgehen, zulassen, trösten. Was ist dabei z.B. schimpfend und schreiend durch den Wald zu laufen, oder seinem Zorn auf andere Art Ausdruck zu verleihen, solange es Niemandem schadet. So hat der Zorn die Möglichkeit, sich schnell auszudrücken und dann losgelassen zu werden, ohne sich stauen zu müssen. Das gilt für alle sogenannten negativen Gefühle ebenso.
Wenn wir kleine Kinder betrachten, können wir noch wahrnehmen, wie einfach es ist.

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder,könnt ihr nicht ins Himmelreich.

Die wenigsten Menschen können ihr Ego innerhalb kürzester Zeit klären. Dafür haben wir alle zu viel Schrott in uns angesammelt, durch Erziehung, Regeln, Gebote und Verbote. Wir benötigen unsere Egopersönlichkeit um in dieser dualen Welt zu leben. Gehen wir daher liebevoll mit unserem Ego um, wie mit einem verletzten und trotzigem Kind. Wir können es entweder erneut vergewaltigen und bestrafen, oder liebevoll trösten und führen und ihm an Liebe geben, was uns möglich ist. Das ist unsere Verantwortung und Entscheidung. Unsere duale Welt und die spirituellen Ebenen sind trotz der Öffnung immer noch zwei völlig verschieden Welten. Für mich ist es immer noch eine Herausforderung, diese beiden Ebenen zu verbinden. Schon allein Worte und Ausdruck erfordern, einen Pol der Dualität einzunehmen und wirken daher oft wie Bewertung. Nur die fühlbare Liebe macht spürbar, das es diese Bewertung in Wirklichkeit nicht gibt. Oft wird nicht Bewerten, oder Schweigen mißverstanden, oder als Gleichgültigkeit ausgelegt. Ebenso folgt oft die Bewertung, wenn man sich auf eine Diskussion einläßt. Ich finde es so sinnlos, wenn man sich auf einen Pol einläßt und zu überzeugen versucht. Dadurch verliert der andere Pol nicht an Gleichwertigkeit.

In der ersten Zeit des spirituellen Erwachens, war ich noch überzeugt, diese Ebene verlassen zu müssen, weil die göttlichen Energien so hochschwingend und völlig anders waren. Und es ging mir so wie sehr Vielen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Es war jedesmal so schmerzhaft, aus einem höheren Schwingungszustand wieder heraus zu fallen und erneut die Dichte und Dunkelheit aushalten zu müssen.
Jetzt bin ich überzeugt, das es unsere Aufgabe ist, uns so weit zu klären, dass wir das Licht integrieren und halten können und es in die Welt tragen. Wie könnte Gott in der Dichte dieser Welt anders wirken, als durch uns Menschen.

T R A U M
Einmal träumte ich, ich wäre ein Schmetterling, und ich flatterte allen Zielen und Bestimmungen eines Schmetterling folgend, hierher und dorthin.
Ich war mir nur meiner Launen als Schmetterling bewußt, nicht aber meiner Besonderheit als Mensch.
Plötzlich erwachte ich, und da lag ich nun, wieder ich selbst.
Und jetzt weiß ich nicht, ob ich ein Mensch war, der träumte, ein Schmetterling zu sein, oder ob ich ein Schmetterling bin, der träumt, ein Mensch zu sein.
(Taoistischer Philosoph)


Es ist ganz leicht
Sich den göttlichen Energien zu öffnen, ist ganz leicht. Zunächst steht da die Absicht und Entscheidung es zu wollen. Mit der Absicht und der Anrufung ist der Kontakt schon hergestellt. Dann geht es um die Entscheidung, die Diziplin aufzubringen, sich jeden Tag etwas Zeit in Stille zu geben. In dieser Stille ist nichts anderes notwendig, als sich vorzustellen, sich mit den göttlichen Energien zu verbinden und Licht zu atmen. Sich vorzustellen, wie dieses Licht in jede Zelle und jedes Atom Deines Vierkörpersystems fließt. Wichtig ist, zu versuchen nicht zu bewerten was dann geschieht oder nicht geschieht, sondern loszulassen und geschehen zu lassen. Hilfreich still zu werden, kann sein, sich einen Ort vorzustellen, an dem man sich ruhig, sicher und entspannt fühlt und sich im Geiste an den Ort zu begeben.

Kontakt mit der inneren oder göttlichen Führung ist in Stille möglich und ab dem Moment geht es eigentlich nur noch darum, dieser Führung zu vertrauen. Es ist wichtig zu verstehen, das nichts Spektakuläres geschehen muß. Unsere Persönlichkeit und unser Ego, benötigen manchmal Formen oder Symbole, um sich sicher zu fühlen. Das ist in Ordnung. Die göttliche Präsenz ist letztlich formlos und reine Energie, reines Licht, reine Liebe. Daher ist es auch völlig o.k. nichts zu sehen, da alle Formen, Bilder, Symbole, aus dem Wunsch der Persönlichkeit entstehen, eine greifbare, verstehbare Form zu erfahren. Mit der Absichtserklärung, sich mit den göttlichen Energien in Verbindung zu setzen, ist dieser Kontakt hergestellt.
"Bittet und ihr werdet empfangen."

Spiritualität im Alltag leben.
Es ist nicht notwendig, etwas Großartiges, Spektakuläres in der Welt zu leisten. Wichtig ist das wir dort wo wir leben wirklich präsent sind. Wir stehen alle, an dem Platz in der Welt, für den wir uns entschieden haben, wo wir gebraucht werden und Wachstum erfahren. Oft erkennen wir dieses nicht, weil uns der Ort dunkel, negativ, nicht erleuchtet erscheint. Oft liegt das an unserer Bewertung und weil wir Erfahrungen noch nicht geklärt und abgeschlossen haben.

Als ich, meiner Aufgabe und meinem Aufruf folgend, meine vorletzte Arbeitsstelle antrat, dachte ich zunächst, Gott hätte mich bestraft ( bzw. der Gott der ich bin ).
Wie konnte er mich nur in eine solche Dunkelheit und ein solches Gewaltpotential schicken?
Im Nachhinein weiß ich, dass es neben der liebevollen Tätigkeit, gequälten und gezwungenen Menschen eine liebevollere Form des Umgangs zu vermitteln, wichtig für mich war. Ich mußte noch meine Bewertungen über Gewalt und Aggressivität auflösen, mein Verständnis über Machtmißbrauch, Manipulation und Zwang erweitern und auch meinen eigenen aggressiven Impulsen begegnen, denn ich kam einige Male an meine Grenzen und an reale Todesbedrohung. Es galt meine eigene Aggressivität liebevoll zu integrieren. Vielleicht war es auch eine Prüfung, ob ich Angesichts extremer Erfahrungen, dennoch meinen Überzeugungen treu blieb. Ich konnte eine zeitlang durch die göttlichen Energien meine Kollegen und Kolleginnen mitziehen. Ich glaube, leider haben sie nicht verstanden, warum es ein warmes Zuhause für Alle war. Sie wurden unzufrieden, als ich die Energiemengen durch die andauernden Negativitäten nicht mehr im gleichen Maße kanalisieren konnte, da ich alleine war. Ich konnte mich nicht ausreichend genug verständlich machen, warum Strafen und Macht immer wieder erneut, heftigere Krisen und Gegenreaktionen hervorrufen. Jetzt bin ich gegangen, weil ich fühle, dass die Lernaufgabe beendet ist, für mich und für meine Gruppen.

Spiritualität im Alltag zu leben, bedeutet für mich, egal wo ich hingehe in meinem Alltag, und in allen Begegnungen, den Menschen mit Freundlichkeit, Interesse, Verständnis und Liebe zu begegnen.
Ich versuche mich selbst zu lieben, für mich gut zu sorgen, mich auch abzugrenzen, denn meine Persönlichkeit ist begrenzt in ihrer Kraft. Ich versuche mich selbst zu leben, mich anzunehmen mit allem was ich bin, meinen Überzeugungen treu zu bleiben. Ich will meine menschlichen Schwächen nicht verstecken, ebensowenig wie meinen Glauben an das wirklich Wesentliche - die göttlichen Energien. Das erfordert oft Mut - Bewertungen, Kritik, Unverständnis und Ablehnung auszuhalten. Ich vermute, es ist unbequem und bedrohlich für manche Menschen, wenn ich meine Wahrheit und Wahrhaftigkeit lebe. Aber ich glaube, das ist unser Auftrag - zu uns selbst zu stehen, wahrhaftig zu sein, unser Potential zu leben und wo immer wir können, Licht und Liebe in unsere Umgebung zu bringen.



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